Wer sich mit Sachwerten gegen eine drohende Inflation absichern will, ist mit Gold und Silber auf jeden Fall auf dem richtigen Dampfer. Doch wie sieht es mit anderen Sachwerten aus?
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Geldanlage Tagesgeld – die höchsten Zinsen
Die Zeiten, in denen es 5% und mehr aufs Tagesgeld gab, sind eindeutig endgültig vorbei. Das beste Angebot für Tagesgeld bekommt man derzeit von der Tochtergesellschaft der Frankfurter Sparkasse “1822 direkt”. Neukunden erhalten hier 2,75% Zinsen. Wer sein Geld zu einem festen Zinssatz für ein Jahr anlegen will, bekommt höchstens 2,3%. Anbieter ist die Isbank, eine Tochtergesellschaft der türkischen “Türkiye Is Bankasi A.S.”
Geldanlage: Wohin mit den Ersparnissen?
Noch vor einem Jahr gab es tolle Lockangebote von Banken mit fünf Prozent aufs Festgeld. Heute ist es nicht so leicht, ähnlich hohe Zinsen zu kassieren. In der Folge ein paar Alternativen, die eine angenehme Rendite abwerfen:
Tagesgeld
Mit den Traumzinsen ist es vorbei, daran wird sich auch so schnell nichts mehr ändern. Denn die EZB macht keine Anstalten, den Leitzins zu erhöhen. Doch man muss nicht komplett verzweifeln. Es gibt noch einige Banken, die deutlich über 2 Prozent liegen. So zum Beispiel die ING Diba, mit 2,5 Prozent aufs Tagesgeld. Festgeld ist hingegen derzeit unattraktiv. Die Zinssätze liegen hier noch niedrige. Zusätzlich hat man den Makel, dass das Geld für 6 Monate nicht angetastet werden kann.
Unternehmensanleihen
Renditen von sieben bis neun Prozent waren Anfang des Jahres mit Daimler oder Siemens machbar. Noch immer sind “corporates” eine interessante Option für Anleger. Eine Vier vor dem Komma bei der Rendite ist mit defensiveren Titeln aber eben inzwischen kaum noch zu erzielen. Eine Alternative stellen Hybridanleihen dar. Bei Henkel gibt es z. B. satte sieben Prozent. Doch hier spielt auch das Risiko mit: Im Falle einer Firmenpleite werden die Anleihen nachrangig bedient, das Risiko liegt beim Anleger.
Staatsanleihen
Bei den Regierungsanleihen gibt es derzeit die höchsten Renditen. Obwohl so mancher auch hier Federn lassen musste, gibt es Regierungstitel außerhalb Deutschlands für um die vier Prozent. Euro-Anleihen von Litauen und Lettland beispielsweise bringen satte 6,7 bzw. 7,5 Prozent. Damit liegen sie sogar höher als so mancher Unternehmenstitel. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass aufgrund der Finanzkrise fast alle Staaten ihre Verschuldung nach oben getrieben haben und ein Staatsbankrott nicht ausgeschlossen ist.
Rentenpolicen
Hundertprozentige Sicherheit versprechen Anbieter variabler Rentenpolicen. Canda Life spendiert so zum Beispiel einen Prozentsatz von 4,75 bis 6,25 Prozent – je nach Alter bei Abschluss.
Zinsen und Inflation
Um die derzeitige Inflationsrate von 2,9 Prozent auszugleichen, müsste die Verzinsung vom Sparguthaben mindestens 4,06 Prozent betragen, wenn die Zinsen den Sparerfreibetrag/Sparerpauschalbetrag überschreiten. Denn: Bei einer Verzinsung von 4,06 Prozent würden nach Abzug von Abgeltungssteuer, Soli und Kirchensteuer noch gute 2,9 Prozent verbleiben, um die aktuelle Inflationsrate auszugleichen. Daher sollte man als Sparer von Zeit zu Zeit sein Konto unter die Lupe nehmen, ob der Zinssatz die Inflation überhaupt noch deckt.
Darlehen: Für Sparer ist die Inflation das Schlimmste, was ihnen passieren kann. Darlehnsnehmer hingegen dürfen sich freuen: Häuslebauer profitieren zum Beispiel: Hat man ein Hypothekendarlehen über 100.000 Euro, das mit fünf Prozent verzinst und mit einem Prozent getilgt wird, verbleibt nach zehn Jahren nur noch eine Restschuld von 87.060 Euro. Bei drei Prozent Inflation repräsentiert dieser Betrag noch einen Wert von 64.781 Euro.


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