Wie der Wert ihrer Häuser abstürzt, kann die amerikanische Oberschicht in einer neuen Rubrik der New York Times verfolgen. “Was Sie für zwei Millionen Dollar bekommen”, so heißt die populäre Immobilienseite. Zu einem Bruchteil früherer Preise stehen dort Traumhäuser zum Verkauf. Es sind geplatzte Träume: Ein Landsitz außerhalb von Los Angeles am Sequoia-Nationalpark mit eigener Insel und eigenem Strand; eine historische 9-Schlafzimmer-Villa aus dem 19. Jahrhundert inmitten von 5 Hektar Feldern und Wald, eine halbe Stunde nördlich von Philadelphia. Oder ein 535-Quadratmeter Luxusbungalow in Miami mit Pool unter Palmen, Marmorbädern und einem Weinkühler in der Gourmetküche.
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Immobilien: kaufen oder mieten?
Viele schrecken angesichts hoher Tilgungsraten und der Aussicht, bis ans Lebensende verschuldet zu sein, davor zurück in ein Eigenheim zu investieren. Hinzu kommt die Ungewissheit vor der Zukunft. Doch ist es wirklich sinnvoller, Monat für Monat dem Vermieter Geld in den Rachen zu werfen, oder sollte man nicht lieber doch in eine eigene Immobilie investieren?
Als erstes sollte man vergleichen, welche Kosten anfallen, wenn man weiterhin zur Miete wohnt oder wenn man eine vergleichbare Wohnung kaufen würde. So findet man einen Einstieg in das Thema und sieht, welche finanziellen Belastungen auf einen zukommen. Anbei ein Beispiel:
Miete: Eine Familie wohnt in einer Wohnung mit 100 Quadratmetern zur Miete. Für einen Vergleich “Wohnen/Miete” wird die Nettokaltmiete (ohne Wasser, Strom etc.) herangezogen. Diese beträgt monatlich rund 700 Euro. Bedenken sollte man, dass die Miete wie alle Lebenshaltungskosten über die Zeit steigt. Nehmen wir jährlich einen Betrag von 1 % an.
Kauf: Der Preis für eine vergleichbare Eigentumswohnung beträgt in unserem Beispiel etwa 180.000 Euro plus 8,5 Prozent Nebenkosten, also 15.300 Euro. Bei 40.000 Euro Eigenkapital ist für den Kauf ein Darlehen über insgesamt 155.300 Euro notwendig. Bei einem Zinssatz von nominal 4,75 Prozent und einer jährlichen Tilgung von zwei Prozent beträgt die monatliche Rate, die für das Darlehen zu zahrlen ist, 873,56 Euro.
Fazit: Lässt man einmal zur Vereinfachung die Instandhaltungskosten, die bei einem Eigenheim anfallen, außen vor, ist bei weitgehender Entschuldung innerhalb von 25 Jahren mit einer “durchlaufenden” Finanzierung der Kauf unter dem Strich günstiger!
Immobilienkauf – der Staat hilft mit
Nachdem die Eigenheimzulage 2005 gestrichen wurde, gibt es nun seit Juli 2008 ein neues Schmankerl vom Staat, um Häuslebauern den Traum vom Eigenheim zu versüßen: Wohn-Riester. Spezielle Riester-Verträge gibt es bereits seit November 2008. Um die Wohn-Riester in Anspruch nehmen zu können, müssen allerdings einige Bedingungen erfüllt sein:
- Die Immobilie muss sich in Deutschland befinden
- Sie muss nach dem 31.12.2007 gekauft oder gebaut worden sein
- Der Riester-Sparer muss selbst darin wohnen
- Er muss das Baudarlehen bis zum 68. Lebensjahr zurückzahlen
Diese neue Unterstützung des Staates gibt es für Bausparverträge, die Baufinazierung und für ein Kombimodell aus Bausparvertrag und tilgungsfreiem Darlehen.
Ein Rechen-Beispiel: Familie Müller hat 2 Kinder, beide vor 2008 geboren. Sie nutzen 524 Euro Riester-Zulage pro Jahr, um ihr Darlehen von 150.000 Euro zurückzuzahlen. Bei einem effektiven Zinssatz von 5,37% und zwei Prozent Tilgungsquote liegt die Zinsersparnis bei 11.132,81 €. Die Laufzeit des Darlehens verkürzt sich um 25 Monate. Steuern werden erst mit der Rente fällig.
Es lohnt sich also in jedem Fall, Wohn-Riester zu beantragen.


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