Zum ersten Mal wird die Bundesrepublik Deutschland im Juni dieses Jahres eine offizielle 20-Euro-Goldmünze herausgeben. diese erste kleine Goldmünze unseres Landes ist der Auftakt zu exklusiven Gold-Serie “Deutscher Wald”. In den kommenden Jahren werden sechs 20-Euro-Goldmünzen zu diesem Thema erscheinen.
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Die beliebtesten Goldmünzen
Im Vergleich zu Sammlermünzen und anderen Sammlerstücken, die man als Geldanlage verwenden kann, orientiert sich der Preis von Anlagemünzen am Goldpreis. Hier zählt nicht der Seltenheitswert, sondern der gegenwärtige Wert des Goldes. Da es immer wieder zu Lieferengpässen kommt, kann der Wert bei gleichem Gewicht variieren. Die beliebtesten Goldmünzen (Anlagemünzen) der Deutschen sind:
1. Wiener Philharmoniker, Österreich, Preis: 728,00 €
2. Maple Leaf, Kanada, Preis: 731,00 €
3. Känguru Nugget, Australien, Preis: 734, 50 €
4. Britannia, Großbritannien, Preis: 734, 50 €
5. Krügerrand, Südafrika, Preis: 734, 50 €
Die oben aufgeführten Münzen wiegen alle eine Unze (31, 1 Gramm).
Schwache Währungen – starkes Gold
Ein paar Fakten: Der US-Dollar hat seit dem Jahr 1913 mehr als 90 Prozent seiner Kaufkraft verloren. Andere Währungen, z.B. der japanische Yen besitzen nur noch ein Hundertstel ihrer einstigen Stärke. Gold ist dagegen heute so viel wert wie vor hundert Jahren. Das Gesamtgewicht des bis heute geförderten Goldes wird auf 155.000 Tonnen geschätzt. Mehr als viermal so viel wie vor 100 Jahren. Das meiste davon wurde zu Schmuck verarbeitet. Ein Drittel des Goldes ist im Besitz von Zentralbanken und Privateigentümern. Meist in Form von Goldmünzen oder Barren.
Ist der Zenit schon überschritten?
Wie beim Öl gibt es auch beim Gold die Debatte, ob das Sinken der weltweiten Produktion darauf schließen lässt, dass der Gipfel der maximal förderbaren Menge überschritten ist. Allerdings würden bei höheren Preisen noch schwerer zugängliche Vorkommen rentabel werden.
Gold in den Notenbanken
Der größte Goldschatz weltweit befindet sich in den USA, in Fort Knox. Die Bundesbank kommt mit ihren 3413 Tonnen auf den zweiten Platz und somit noch vor dem internationalen Währungsfonds. China hat hier Nachholbedarf und schon angekündigt, seine Goldreserven aufzustocken.
Goldmünzen als Geldanlage
Die schweren Turbulenzen an den Finanzmärkten lösen einen beispiellosen Run auf physisches Gold aus. Vor allem bei Anlagemünzen kommt es bei vielen Edelmetallhändlern mittlerweile zu Lieferengpässen. Prägestätten arbeiten rund um die Uhr, um die immense Nachfrage zu befriedigen. Auch wenn Banken, Sparkassen und sogar die Kanzlerin versichert, dass alle Sparguthaben in Deutschland zu 100% sicher sind, die Menschen sind durch die Finanzkrise verunsichert und bangen um ihre Ersparnisse. Viele flüchten sich jetzt in den “sicheren Hafen Gold”. Immer weniger Menschen trauen auch dem “Papiergold”, das nur dann seinen Wert behält, wenn die ausgebende Bank nicht pleite geht. Die Menschen wollen echte Sicherheit, physisches Gold, was sie daheim besitzen. Vor allem Goldmünzen sind jetzt wieder gefragt. Sie sind in unterschiedlichen Stückelungen zu haben und in der Not leicht wieder zu Geld zu machen. Empfehlenswerte Anlagemüzen sind beispielsweise der Krügerrand, der kanadische Maple-Leaf oder der Gold Eagle. Als klassische Anlagemünzen (Bullionmünzen) haben sie durchweg einen Feingehalt von um die 90% und meist mit einem Gewicht von 1, 1/2, 1/4, 1/10 oder 1/20 Unze verfügbar. Da sie meist in hohen Auflagen geprägt werden, sind sie für Sammler zwar weniger interessant, für münzunerfahrene Anleger umso mehr, denn für die geht es letzten Endes nur um Werterhalt bzw. Steigerung und nicht um irgendwelche persönlichen Vorlieben. Der Preis für die Münze richtet sich nach dem aktuellen Goldpreis und beim Kauf muss man ein kleinen Aufschlag bezahlen. Die meisten Goldmünzen sind von der Mehrwertsteuer befreit, solange es sich dabei um reine Anlagemünzen handelt (Vorsicht, gilt nicht für Silber!) Wobei wir bei anderen Materialien wären. Anlagemünzen gibt es auch in Silber, Platin und Palladium. Da Silber erheblich günstiger ist, kann man sich hier je nach Kurs die besten Kombinationen für seine Geldanlage zusammenstellen.
Auf die Frage nach der Menge, die man als Geldanlage in Gold investieren sollte, antwortet Edelmetallspezialist Eugen Weinberg von der Commerzbank:
Zehn Prozent ihres Vermögens sollten Anleger immer in Gold halten, am besten in gut handelbaren Münzen. Gold ist sein Jahren die stabilste Wertanlage neben bonitätsstarken Industrie- und deutschen Staatsanleihen sowie Fest- und Spareinlagen.
Rohstoff-Analysten gehen davon aus, dass der Goldpreis bald wieder die 1000$-Marke kratzen oder sogar übersteigen wird.


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