Gold ist als Zahlungsmittel und Geldanlage bereits seit Jahrtausenden ein beliebtes Edelmetall. Doch Gold kann viel mehr, als Werte zu erhalten, als Zahlungsmittel zu fungieren und einfach schön zu glänzen. Gold findet auch mehr und mehr Verwendung in der Nanotechnologie.
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Geht das Gold bald zur Neige?
Aufgrund der aktuellen Lage an den Finanzmärkten haben zahlreiche Goldhändler derzeit keine Vorräte mehr. Es handelt sich um einen bisher noch nie dagewesen Run auf Sachwerte. Dies manifestierte sich vor Börsenschluss zuletzt in einem fulminant hohen Goldpreis.
Wer sich dazu entschließt, seine Ersparnisse in gelbes Edelmetall zu verwandeln, sollte nicht mehr allzu lange zögern und jetzt bestellen. Einige Goldhändler haben bereits ihre Lagervorräte komplett ausverkauft.
Auf 585gold.org gibt es zahlreiche Händler, die noch immer Anlagegold liefern können.
Mit Gold spekulieren
Will man Gold zur Preisspekulation nutzen, dann kann man auch börsengehandelte Goldfonds (ETCs) kaufen. Eine Versicherung gegen die Krise bieten sie jedoch nicht. Geht die Bank pleite, ist auch das Geld weg.
Wenn wegen der hohen Nachfrage der Goldpreis steigt, dann kann man mit dem Kauf von Zertifikaten direkt davon profitieren. Allerdings bieten Zertifikate keinerlei Versicherung gegen eine Verschärfung der Krise, etwa durch weitere Bankenpleiten oder gar eine Währungsreform. Im Gegenteil: Geht die Bank, die das Zertifikat herausgegeben hat pleite, ist das Geld verloren. Sicher geht man nur, wenn man physiches Gold kauft.
Wer mit Zertifikaten auf den Goldpreis spekulieren will, hat mehrere Möglichkeiten. Wer ein Zertifikat kaufen will, sollte die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs beachten, sich wegen des Pleiterisikos den Emittenten sorgfältig aussuchen und eine geeignete Laufzeit wählen.
Goldpreiszertifikate
Ein Goldpreiszertifikat bildet den Goldpreis ab. Es funktioniert wie ein Indexzertifikat. Das Goldzertifikat der Commerzbank läuft endlos. Es bildet den in Euro umgerechneten Goldpreis im Verhältnis 10:1 ab. Ein Beispiel: Gold kostet 921 Dollar, das sind 682 Euro. Für das Zertifikat ergibt sich ein Preis von rund 68,20 Euro.
Das Goldzertifikat der Commerzbank gibt es auch währungsgesichert, als Quantozertifikat. Hier wird 1 Dollar gleich 1 Euro gesetzt. Allerdings kostet die Währungssicherung Gld, das schmälert einen möglichen Gewinn.
Das Zertifikat DWS Go Safe Gold Quanto Tracker schützt nicht nur vor Währungsverlusten, sondern auch vor einer Pleite der DWS Go. Dafür hinterlegt die DWS Go Staatsanleihen als Sicherheit in einem Extra-Depot bei der Deutschen Bank in Luxemburg.
Discountzertifikate
Mit einem Discountzertifikat spekuliert der Anleger mit Rabatt auf den Goldpreis. Daduch schmerzen Kursrückgänge weniger. Im Gegenzug ist der Gewinn gedeckelt.
Das Discounterzertifikat Classic der Commerzbank hat eine Kursobergrenze, einen Cap. von 850 Dollar. Der Anleger bekommt es zum Preis von 74,53 Euro. Steht der Goldpreis am 15. Dezember 2009 auf auf oder über 850 Dollar, bekommt der Anleger 85 Euro zurück, das sind 10,47 Euro Gewinn pro Zertifikat. Fällt Gold hingegen unter 850 Dollar, gibt es dementsprechend weniger. Das Zertifikat ist währungsgesichert.
Bonuszertifikate
Ein Bonuszertifikat bringt mehr Ertrag als das Gold selbst, wenn sich der Goldpreis seitwärts bewegt.
Das Gold Quanto Capped Bonus Zertifikat von ABN Amro, jetzt Royal Bank of Scotland, läuft bis 18. Dezember 2009. Es kostet am 25. März 99,70 Euro. Wenn der Goldpreis bis zur Fälligkeit nicht unter 600 Dollar sinkt, zahlt die Bank je nach Zertifikat 110 Euro zurück. Das ist ein Plus von 10,3 Prozent. Sie zahlt die 110 Euro, wenn der Goldpreis bei 700 Dollar liegt genauso, wei wenn er bei 1200 Dollar stehen sollte. Fällt Gold allerdings unter 600 Dollar, ist der 110-Euro-Bonus weg.
Hebelzertifikate
Hebelzertifikate eignen sich nur für sehr risikobereite Anleger. Ein Totalverlust ist sogar möglich, wenn der Herausgeber, der Emittent, nicht pleite geht. Dafür bieten diese Zertifikate enorme Gewinnchancen.
Der Hebeleffekt vervielfacht Gewinne und Verluste. Außerdem haben Hebelzertifikate eine Knock-out-Schwelle. Das ist ein vom Emittenten festgelegter und regelmäßig angepasster Goldkurs. Wird diese Schwelle durchbrochen, erhält der Anleger allenfalls einen geringeren Restwert für sein Zertifikat.
Für kurzfristige Spekulationen sind Hebelzertifikate ideal. Wer eine klare Vorstellung hat, wo der Goldpreis in ein paar Monaten stehen wird, kann sein Glück versuchen. Dabei ist es egal, ob er steigende oder fallende Kurse voraussieht, denn passende Zertifikate gibt es für beide Perspektiven. Produkte mit großem Hebel eignen sich nur für professionelle Spekulanten. Andere sollten nur mit kleinen Hebeln arbeiten.
Das WaveXXL-Zertifikat der Deutschen Bank erhöht die Chancen und Risiken bei einem Goldpreis von rund 910 US-Dollar um das 3,2-Fache. Anleger setzen damit auf steigende Goldkurse. Fällt der Goldpreis unter unter 653,15 US-Dollar, ist die Laufzeit des Zertifikats zu Ende und der Anleger erhält nur einen Bruchteil seines Einsatzes zurück.
Mit ähnlichem Hebel auf einen fallenden Goldpreis wetten Anleger beim Gold Mini Short der Royal Bank of Scotland. Steigt der Goldpreis über 1193 US-Dollar, ist dieses Zertifikat allerdings “ausgenockt”.
Gold kaufen
Gold – das gelbe Edelmetall – hat eine lange traditionsreiche Geschichte hinter sich. Schon immer war die Menschheit fasziniert von dem weichen, glänzenden Metall und heute, in Zeiten der Finanzkrise, wollen die Menschen wieder vermehrt Gold kaufen um ihre Ersparnisse in Sicherheit zu bringen. Doch woher kommt der Hang zum Gold?
Schon der babylonische König Nebukadnezar II legte für sein Volk fest, dass eine Unze Gold 350 Laibe Brot Wert waren. Heute kostet eine Unze etwa 770 Euro. Wenn man nun für einen Laib Brot 2,20 kalkuliert, bekommt man auch heute noch immer 350 Laibe Brot für eine Unze. Gold ist also sehr wertbeständig, oder welches andere Zahlungsmittel besitzt heute noch dieselbe Kaufkraft wie vor 2600 Jahren?
Ende des 20.Jahrhunderts sah man schon das Ende von Gold, so befand sich der Preis für eine Unze 1999 bei 252,55 Euro. Doch seither erfährt das gelbe Edelmetall einen noch nie dagewesenen Aufschwung, sodass es zum ersten Mal in der Geschichte im März 2008 die 1000 Dollar/Unze durchbrach und vor wenigen Wochen erst wieder. Die Ursache: Durch die der Finanzkrise geschuldete Dollar-Flut vermuten viele Anleger eine enorme Inflation in den nächsten Monaten. So flüchten sie von traditionellen Formen der Geldanlage in den sicheren Hafen GOLD. Allein Mitte November stieg der Goldpreis um 35 Prozent.
Auch die Ägypter hatten bereits einen faible für Gold. Goldbesitz war einzig den Priestern und Pharaonen vorbehalten. Weil es so wertvoll war und ihm auch umwelteinflüsse nichts anhaben konnten, wurde es häufig als Grabbeigabe mitgegeben, um im Leben nach dem Tod für ein angenehmes Dasein zu sorgen. Auch die Römer schürften dann fleißig nach dem begehrten “aurum” und verfeinerten dabei diverse Techniken des Goldabbaus. Die Bewunderung der Menschheit für das edle Metall schlägt sich noch heute in vielen Märchen nieder, wie dem Rumpelstilzchen oder der Gold- und Pechmarie.
Bis heute hat Gold vor allem deshalb seine Faszination gewahrt, weil es als letzte Sicherheit gilt, wenn alles andere zusammenbricht. Alan Greenspan, ehemaliger Chef der amerikanischen Notenbank postulierte schon 1999 in seinem Aufsatz über “Gold und die wirtschaftliche Freiheit” den berühmten Satz:
Gold ist weltweit immer noch das letztgültige Zahlungsmittel. Papiergeld wird im Extremfall von niemandem akzeptiert. Gold wird immer akzeptiert.
Bis 1915 waren alle wichtigen Währungen, von Deutschland über Frankreich bis Großbritannien mit Gold gedeckt. Durch diesen “Goldstandard” sollte es den Menschen möglich sein, ihre bestimmte Menge an Papiergeld jederzeit gegen Gold eintauschen zu können. Der erste Weltkrieg bedeutete allerdings das Ende für dieses System, da mehr Geld für Waffen und und Rüstung gebraucht wurde als Gold vorhanden war. Von 1934 bis 1974 war US-Bürgern der Goldbesitz verboten.
Das Gleichgewicht der Golddeckung kam allerdings bald ins Wanken: 1960 hatten die USA Schulden im Ausland im Wert von 18,7 Milliarden Dollar, die jedoch nur noch mit Gold im Wert von 17,8 Milliarden gedeckt waren. 1971 waren die US-Goldvorräte 10,2 Milliarden Dollar Wert, im Ausland war man aber mit über 55 Milliarden Dollar verschuldet. Den beinahe-Gold-Bankrott entging man nur dadurch, indem man 1971 von Seiten der Notenbank erklärte, kein Gold mehr für Dollars auszugeben. Kurz darauf brach das System der festen Wechselkurse zusammen. Seit der Abschaffung der Goldbindung kann die Notenbank so viel Geld drucken wie sie will. Die US-Leistungsbilanzdefizite sind seither immens gestiegen.
Durch massive Goldverkäufe versuchte die amerikanische Regierung lange Zeit, den Goldpreis künstlich zu drücken. Ein hoher Goldpreis wurde nämlich als Bedrohung für die eigene Währung gesehen. Tatsächlich war es so, dass das Gold meist stark war, wenn die Währung schwach war – und umgekehrt. Angesichts der derzeitigen Probleme ist derzeitig eine Diskussion um die Wiedereinführung des Goldstandards neu entbrannt. Doch bei den Regierungen ist eine Deckung mit Gold eher unbeliebt, weil sie das Schuldenmachen verhindert. Sinnvoll wäre es allerdings in der Tat, die Geldmenge mit mindestens 25 Prozent Gold zu hinterlegen.
Gold sicher kaufen – aber wo?
Wer Gold als Geldanlage kaufen möchte, der kann günstige Barren und Münzen zu hervorragenden Konditionen im Goldsupermarkt bestellen.


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