Mit der bis 2013 angekündigten Neuverschuldung von Bund, Ländern und Gemeinden wächst Deutschlands Schuldenberg auf die Rekordhöhe von mehr als 2000 Milliarden Euro. Ähnlich rasant steigt die Inflationsgefahr. Doch Anleger sind nicht wehrlos: Indexfonds (ETFs) und Zertifikate stehen als Waffen bereit. Mit Inflationsanleihen-ETFs profitieren Anleger von den Vorzügen inflationsindexierter Staatsanleihen. Diese Anleihen sind mit einem Zins ausgestattet, der regelmäßig an die Inflationsrate angepasst wird. Steigen die Preise, zahlt der Anleihenemittent höhere Zinsen und am Ende der Laufzeit einen höheren Tilgungsbetrag. Die ETFs basieren auf mehreren indexierten Anleihen, etwa aus dem Euro-Raum. Derzeit trägt der Euro-ETF einen Zins von 1,8 Prozent.
Schutz bietet auch ein Zertifikat der Citi Group, das “Inflationsanleihe” genannt wird und eine Laufzeit von vierh Jahren hat. Dabei erhalten Anleger im ersten Jahr vier Prozent Zinsen, anschließend jeweils das Doppelte der europäischen Inflationsrate. Die Zeichnungsfrist endet am 30. Juli. Die Gefahr von Kursverlusten aufgrund steigender Zinsen können jedoch weder die ETFs noch das Zertifikat bannen. Angesichts der massiven Kreditaufnahme der öffentlichen Hand in Deutschland und anderen Staaten könnten die Zinsen jedoch noch vor der Inflation steigen, warnen Experten. Ein neuer ETF der deutschen Bank Tochter db x-trackers will das Zinsrisiko ausschalten. Seine Wertentwicklung basiert auf einem Index für sogenannte Inflation-Swaps. Für den Kurs der Swaps spielt das Zinsniveau keine Rolle, sondern lediglich die Erwartungen der Märkte hinsichtlich der Inflation in fünf Jahren. In den vergangenen sechs Monaten stieg der Index um 2,3 Prozent, während die EU-Verbraucherpreise um 0,4 Prozent sanken.


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