Wer bisher dachte, dass Immobilien zu einer relativ sicheren Form der Geldanlage gehören, wird den folgenden Artikel mit Sicherheit für einen schlechten Witz halten. Leider entspricht es jedoch den Tatsachen, dass auch Immobilienbesitzer im Notfall staatlich zwangsenteignet werden können – und dies wurde sogar vor wenigen Monaten im Parlament von Kirsten Lühmann (SPD) angeregt.

Die Zwangsenteignung von Immobilien (euphemistisch als Lastenausgleich bezeichnet) in Deutschland ist keine neue Erfindung. Schon in den Jahren 1923 und 1948 gab es eine solche von Seiten des Staates aufoktroyierte Zwangshypothek auf Wohneigentum, um die klammen Staatskassen zu füllen. Bei Licht betrachtet sind wir von solchen Zuständen nicht allzu weit entfernt. Griechenland ist de facto pleite, daran ändert die derzeitig betriebene Insolvenzverschleppung auch nichts mehr. Italien und Spanien stehen auch bereits mit dem Rücken zur Wand, der folgende Crash wird auch an Deutschland nicht spurlos vorübergehen. Schon jetzt sind die Kassen vieler Kommunen leer. Die Lösung: Zwangsenteignung von Immobilienbesitzern. Hierbei wird einfach eine Grundschuld zu Gunsten des Staates in die Grundbücher eingetragen. Schluss also mit dem crashsicheren Betongold. Wer Besitzer einer Immobilie ist, wird zwangsweise verschuldet, egal ob er sich jahrelang mühevoll jeden Cent vom Mund abgespart hat, um sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen, oder nicht. Der Artikel 14.3 gibt dazu eindeutig grünes Licht:

Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

Im Bundestag wurde im Mai dieses Jahres die Zwangsenteignung für das Schuldenproblem (Lastenausgleich) schon offen angesprochen:

Das Immobilienvermögen der Deutschen ergibt gebündelt knapp 9 Billionen Euro – ein gefundenes Fressen für unseren klammen Staat. Und kurz bevor er den Staatsbankrott erklären muss, wird er sicherlich zu diesem letzten Mittel greifen. Die Massenenteignung von Immobilienbesitzern ist kein großer administrativer Aufwand. Die Grundbücher werden heute elektronisch geführt und so reichen wenige Klicks, um dem Besitzer eine neue Hypothek einzutragen. Wer an dieser Stelle auf eine Entwertung unseres Papiergeldsystems und eine Hyperinflation hofft, welche die Schuldenlast mindert, muss leider enttäuscht werden. Duch bestimmte Formulierungen könnte die Schuld an einen realen Wert, wie z. B. den Goldpreis gekoppelt werden. Mit diesem Trick würde die Zwangshypothek ihren Wert behalten, während der Wert des Eigenheims drastisch sinkt. Viele Immobilienbesitzer würde das in den Ruin treiben.

Zwangsenteignung verhindern

Daher sollte man sich davor hüten, jetzt eine Immobilie zu kaufen, die man gar nicht bezahlen kann. Wer sich rechtzeitig mit Gold und Silber eindeckt kann verhindern, dass er sein Haus unter dem Hintern zwangsversteigert bekommt.

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4 Gedanken zu “Zwangsenteignung von Immobilien in Deutschland

  1. Und es geht los…! Wie ich die Tage von einer Bekannten erfahren habe, wurde ihr Vermieter Zwangsenteignet… Haus weg… Grundstück mit alter Tankstelle… und irgendwelche Grundstücke wohl auch… Schönes Deutschland… *KOTZ*

  2. Pingback: Das Wort “Enteignung” | Geldträume

  3. Es geht auch anders
    Man zwingt jemand ganz „rechtsstaatlich“ eine Verwaltung auf und traktiert ihn solange mit allerlei Kosten, bis er nicht mehr bezahlt …
    Und dann leitet man, natürlich wieder ganz
    „rechtsstaatlich“ die Zwangsversteigerung ein …

  4. Pingback: Enteignung der Bürger auch in Deutschland und Europa wird vorbereitet – Gold, Konten und Immobilienvermögen nicht mehr sicher – „Alternative für Deutschland“ die Lösung? - Umkreis-Institut

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