Den Jahresauftakt hat der Goldpreis richtig dynamisch hinbekommen. Bisher verhält sich der saisonale Verlauf im Gold bilderbuchmäßig.  Doch ein solch dynamischer Anstieg von 1186 bis 1392 Dollar/Feinunze kann gar nicht ohne eine gesunde Korrektur auskommen.

Und diese sehen wir jetzt, wie aus dem Bilderbuch – und genau nach Plan zwischen März und April. Die Marke von 1270 sollte für den Goldpreis die nächste Barriere darstellen an der sich entscheidet, ob wir in die alte Range zurückfallen und der Abwärtstrend weitergeht, oder ob wir uns das Frühjahr und den Sommer aufmachen zu neuen Höchstständen. Ein Protagonist jedoch hat sich nicht beirren lassen und die unglaublichen günstigen Goldpreise zum Einstieg genutzt: China hat sich mit enormen Mengen von dem gelben Edelmetall eingedeckt.

Chinesen wollen sich absichern

Im letzten Jahr, 2013, hat China mehr als 2.500 Tonnen Gold gekauft. Damit ist China zum größten Abnehmer auf dem globalen Goldmarkt herangewachsen. Denn auch in Asien weiß man: Jede Papierwährung hat ihre Halbwertszeit und unsere westlichen ungedeckten Papierwährungen stehen mal wieder kurz vor dem Kollaps. Allein der Goldimport Chinas im letzten Jahr entspricht einem Viertel der gesamten Goldreserven der Vereinigten Staaten von Amerika (!). Warum dieser Run auf Gold in China? In China gibt es immer mehr reiche Menschen, aber auch eine stetig anwachsende Mittelschicht. Während man zunächst massenhaft in Immobilien investierte, zeichnen sich so langsam die Gefahren ab, die mit dem Immobilienmarkt verbunden sind: Die Preise kommen so langsam gefährlich ins Rutschen, auch auf dem einst so begehrten Immobilienmarkt in Hong Kong. Die ersten Immobilieneigentümer laufen Sturm und wollen ihr Geld zurück. Der Immobilienmarkt in China ist brandgefährlich und basiert auf nichts anderem als auf einer großen Kreditblase, die demnächst mit Saus und Braus zu platzen droht. Dies würde das gesamte globale Finanzsystem mit in den Abgrund reißen.

Gold hat Potenzial nach oben

Mit den aus China veröffentlichten Zahlen ist eines sicher: Gold hat als Krisenmetall noch lange nicht ausgedient, die Asiaten haben den Markt förmlich leergefegt. Denn zu den offiziellen Zahlen über den Import kommen noch jene hinzu, die nicht publik gemacht werden, zum Beispiel die Transaktionen über die Goldbörse in Shanghai, die tatsächlich auch physisches Gold ausliefert. Da China nun fast die gesamte globale Jahresproduktion 2013 für sich in Anspruch genommen hat, dürfte für 2014 noch weiteres Potenzial im Goldpreis stecken.

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2 Gedanken zu „China kauft Gold ohne Limit

  1. Nicht nur 2013 hat China die 2000er Marke überschritten. Auch 2014 lag die Goldnachfrage in China bei über 2000 Tonnen, wenn man von den Goldabhebungen an der Shanghai Gold Exchange ausgeht. Auch wenn die Zahlen des WGC für beide Jahre deutlich niedriger sind, kann man die Goldauszahlungen als Referenz für den chinesischen Goldkonsum sehen.
    Das legt für mich eher den Schluss nahe, dass die Chinesen Gold halt nicht als reines Krisenmetall sehen, sondern noch in seiner ursprünglichen Form als Währung verwenden. Soweit ich gehört habe, ist es dort auch noch möglich, bei der Bank einen Kredit aufzunehmen und als Sicherheit Gold zu hinterlegen. Bei uns muss man seinen Kredit mit einer eigenen Versicherung absichern oder gleich ins Pfandhaus gehen. Bei uns hat das Metall diesen monetären Status einfach nicht mehr und das ist angesichts der vielen Böcke, die unsere Politiker schießen – Stichwort Griechenland und Euro – traurig.

  2. Man tut immer mehr lesen das Gold seinen Glanz verloren hat. Wenn aber das hier wieder sieht glaube ich auch das Gold noch lange nicht ausgedient hat….

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