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Alle Edelmetalle zusammen gibt es bei der Société Générale in ihrem Precious-Metals-Basket. Zu je einem Viertel setzen Anleger mit diesem Papier auf die Entwicklung der Preise von Gold, Silber, Platin und Palladium. Jeweils in den Monaten Oktober und April werden die vier Metalle wieder gleich gewichtet. Das Quartett ist währungsgesichert, was mit Gebühren von derzeit jährlich 5,4 Prozent nicht gerade preiswert ausfällt. Da sich das Basket aber als langfristige Geldanlage eignet, erscheint es sinnvoll, sich gegen eine Greenback-Abwertung abzusichern. Schließlich notieren alle vier Basiswerte in Dollar.
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Der Sammlermarkt läuft nach ähnlichen Regeln wie die Börse. Auch hier zahlt sich Hintergrundwissen aus. Mancher Anleger mag daran denken, das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden. Also eher nicht in klassische Sachwerte (wie Gold oder Immobilien) zu investieren, sondern in echte Sammlerstücke – etwa Kunst, Antiquitäten, Schmuck oder Oldtimer. Für solche Fälle gibt es drei Ratschläge:
- So gute Sachen kaufen, wie man es sich gerade leisten kann
- Das Auge schulen und Hintergrundwissen über das jeweilige Gebiet erwerben
- Fachkundige Berater suchen
Ebenso wie an der Börse kann man entweder zu einem hohen Preis bei etablierten Objekten einsteigen oder relativ günstig bei Dingen, die gerade nicht en vogue sind. Als mögliches Investment gegen den Trend sind z.B. die Möbel aus der Zeit des Biedermeier, also der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die sind derzeit nämlich so billig, wie seit 30 Jahren nicht mehr. Aber auch die Werke junger Künstler bieten Aussicht auf überdurchschnittliche Gewinne. Als Sammlergebiet eher zu meiden sind Briefmarken. Es fehlt hier schlicht und einfach am Nachwuchs.
Die teuersten Objekte auf einen Blick:
1. Jackson Pollock Number 5 (1948), Gemälde, 106 Mio. Euro
2. Bugatti Royale Kellner (1931), Auto, 10,4 Mio. Euro
3. Double Eagle (1933), Münze, 5,8 Mio. Euro
4. Fehldruck der Tre Skilling Banco (1855), Briefmarke, 1,9 Mio. euro
5. Aktie der Deutschen Bank (1871) 0,08 Mio. Euro
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Im Vergleich zu Sammlermünzen und anderen Sammlerstücken, die man als Geldanlage verwenden kann, orientiert sich der Preis von Anlagemünzen am Goldpreis. Hier zählt nicht der Seltenheitswert, sondern der gegenwärtige Wert des Goldes. Da es immer wieder zu Lieferengpässen kommt, kann der Wert bei gleichem Gewicht variieren. Die beliebtesten Goldmünzen (Anlagemünzen) der Deutschen sind:
1. Wiener Philharmoniker, Österreich, Preis: 728,00 €
2. Maple Leaf, Kanada, Preis: 731,00 €
3. Känguru Nugget, Australien, Preis: 734, 50 €
4. Britannia, Großbritannien, Preis: 734, 50 €
5. Krügerrand, Südafrika, Preis: 734, 50 €
Die oben aufgeführten Münzen wiegen alle eine Unze (31, 1 Gramm).
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Bei einem Immobilienkauf ist nichts so entscheidend wie die gute Lage. Westdeutsche Standorte liegen hier eindeutig vorn. Die teuersten und Aussichtsreichsten Stadtteile liegen mit einer einzigen Ausnahme alle in den alten Bundesländern:
Die teuersten deutschen Stadtteile (Eigenheimpreis in Millionen Euro, jeweils Höchstpreis im Jahre 2008)
Starnberg am Starnberger See: 12,0
München-Bogenhausen: 8,5
Hamburg-Harvestehude: 7,5
Rottach-Schorn am Tegernsee: 4,5
Wer auf eine Investition in Immobilien setzt, hat hier die besten Chancen auf steigende Preise in Zukunft:
Heidelberg-Neuenheim: 2,5
Frankfurt-Holzhausenviertel: 2,5
Dresden-Blasewitz: 1,5
Köln-Lindenthal: 1,0
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Immobilien sind natürlich ein Inflationsschutz. Allerdings nur dann, wenn die Lage des Objekts gut genug ist, eine allgemeine Preissteigerung über Mieterhöhungen abzufangen. In Städten mit solider wirtschaftlicher Basis ist das in der Regel möglich, in strukturschwachen Gebieten aber schwierig.
In jedem Fall sollten Anleger die Grundregeln der Vermögensanlage beachten. Die wichtigste lautet nach wie vor: Nicht alle Eier in einen Korb legen. Je nach Lebenslage, individueller Risikofreudigkeit und langfristigen Zielen ist eine unterschiedliche Verteilung des gesamten Sparkapitals auf verschiedene Anlageklassen sinnvoll und attraktiv. Unter langfristigen Gesichtspunkten erscheint ein Mix aus 50 Prozent Geldvermögen und 50 Prozent Sachwerten richtig und vernünftig. Je nach Marktlage kann einer von beiden Schwerpunkten auf bis zu 60 Prozent angehoben werden, im jetzigen Umfeld zugunsten von Sachwerten.
Tatsache ist, dass die Finanzmärkte sich gegenwärtig noch immer in einer Extremsituation befinden, in der die Stimmung zwischen Panik und Euphorie schwankt. Das sind keine guten Ratgeber, sondern sie führen leicht zu irrationalen Entscheidungen. Auch bei wahren Werten wie Gold und Immobilien ist also eine genaue Analyse angesagt.