Inflation oder Deflation? Dem Goldpreis ist es egal: Er steigt. Zu dieser Aussage kommt die DZ Bank in ihrer aktuellen Goldanalyse. Die Rohstoffexperten zeigen für vier Szenarien, wo der nominale Wert des gelben Edelmetalls Ende 2010 stehen könnte. Im Falle rasant steigender US-Verbraucherpreise mit jährlichen Inflationsraten von mehr als zehn Prozent steigt der Preis für die Feinunze Gold auf über 2100 Dollar. Negative Realzinsen würden bei Investoren für ein hohes Interesse sorgen, so die Experten. Bis auf 2300 Dollar ginge es, wenn das Vertrauen in das Finanzsystem völlig verloren geht und eine Pleitewelle bei Unternehmen einsetzt. In diesem Depressionsszenario wäre Gold als Geldanlage gefragt.
Für am wahrscheinlichsten halten die DZ-Analysten aber ein Umfeld mit niedrigen Zinsen. Inflationsraten bis zu 2,8 Prozent und einer konjunkturellen Trendwende in den USA bereits Ende 2009. Der durchschnittliche Goldpreis läge dann bei 1200 Dollar/Unze. Nur bei “japanischen Verhältnissen” (stagnierende Preise, Realzinsen von mehr als drei Prozent) würde der Goldpreis auf 650 Dollar fallen.


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