Sammlerstücke als Geldanlage
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Wertvolle Sammlerstücke sind derzeit beliebter als Aktien. Der DAX steht am Abgrund, die Fonds sind im Minus. Viele Sparer können fast zusehen, wie ihr Geld dahinschmilzt. Wie Butter in der Sonne. Sicher geglaubte Geldanlagen, die über Jahre und Jahrzehnte zusammengetragen wurden, sind plötzlich nur noch zwei Drittel wert. Die Sehnsucht nach bleibenden Werten ist groß. Daher gibt es immer mehr Leute, die ihr Hobby zur Geldanlage machen, ganz nach dem Motto: Statt auf verlustreiche Aktien setze ich jetzt lieber auf die Wertsteigerung meiner Sammlerstücke. Wertvolle Goldmünzen, edle Uhren, hochklassige Weine. Doch welche Sammlerstücke eignen sich eigentlich als Geldanlage?
Wein
Wein kann man nicht nur trinken, sondern auch im Keller lagern und hoffen, dass der Wert steigt. Vielversprechend sind die Bordeaux-Jahrgänge 1986, 1989 und 1990 von Spitzenweingütern wie Lafite-Rothschild, die pro Flasche zwischen 400 und 900 Euro kosten. In Bezug auf ihren Wert steigen sie langsam zu den alten Meistern auf, die Jahrgänge ’61, ’59 und ’53. Diese sind pro Flasche nicht unter 2000 Euro zu haben.
Uhren
Geduld zahlt sich auch bei Uhren (ab 500 Euro aufwärts) aus. Allerdings dauert es in der Regel 10 bis 15 Jahre, bis sie so viel an Wert gewonnen haben, dass der gezahlte Kaufpreis wieder rausspringt. Der Grund: Die Juweliere kalkulieren mit hohen Handelsspannen (bis 100 Prozent). Günstiger sind Uhren im Pfandhaus, bei Versteigerungen oder im Internet.
Altes Spielzeug
Schon seit Jahren steigt Spielzeug beständig im Wert. Ob das so weiter geht, ist allerdings nicht sicher. Es kommt eben darauf an, ob es weiterhin Spielzeugsammler geben wird. Sehr beliebt sind alte Loks von Märklin. Mit ihnen kann man Preise von bis zu 8000 Euro erzielen (z.B. das “Schweizer Krokodil, von 1947). Aber auch eine Schlumpf-Figur aus dem Überraschungsei von 1983 ist heute im die 900 Euro wert.
Gold als Geldanlage
Vorsicht: Nicht gemeint ist Goldschmuck! Goldschmuck eignet sich nicht als Anlage, weil der eigentliche Materialwert meist nur ein Viertel ausmacht. Zudem ist Schmuck beim Kauf mit 19 Prozent Mehrwertsteuer belastet. Goldbarren und Goldmünzen sind dagegen von Mwst komplett befreit!
Münzen
Außer Goldmünzen sind Fünf-Mark-Gedenkmünzen des Deutschen Münzfachhandels zu empfehlen. Der Satz mit 43 Exemplaren, der die Münze “Germanisches Museum” enthält, kostet derzeit zwischen 2500 und 3000 Euro. Auch bei den deutschen Zehn-Euro-Gedenkmünzen könnte noch einiges gehen: 2002 für 15 Euro gekauft, ist das Stück “Museumsinsel Berlin” heute bis zu 100 Euro wert.
Puppen und Teddys
Schnäppchenjäger könnten hier jetzt zuschlagen. Die abartig hohen Preise von Anfang der 80er Jahre, wo man ohne mit der Wimper zu zucken für antike Puppen bis zu 30.000 und für Teddys bis zu 50.000 Mark gezahlt hat, sind eingebrochen. Dadurch ist nun Spielraum für neue Höhenflüge. Vor allem Käthe-Kruse-Puppen, zwischen 1905 und 1940 gefertigt, könnten demnächst extrem gut gehen. Je nach Modell und Zustand kosten sie heute zwischen 1500 und 12.000 Euro. Teddys 500 bis 10.000 Euro. Man muss sich aber schon gut in der Sammlerszene auskennen, um hier profitabel mitzumischen.

