Gold – das gelbe Edelmetall – hat eine lange traditionsreiche Geschichte hinter sich. Schon immer war die Menschheit fasziniert von dem weichen, glänzenden Metall und heute, in Zeiten der Finanzkrise, wollen die Menschen wieder vermehrt Gold kaufen um ihre Ersparnisse in Sicherheit zu bringen. Doch woher kommt der Hang zum Gold?
Schon der babylonische König Nebukadnezar II legte für sein Volk fest, dass eine Unze Gold 350 Laibe Brot Wert waren. Heute kostet eine Unze etwa 770 Euro. Wenn man nun für einen Laib Brot 2,20 kalkuliert, bekommt man auch heute noch immer 350 Laibe Brot für eine Unze. Gold ist also sehr wertbeständig, oder welches andere Zahlungsmittel besitzt heute noch dieselbe Kaufkraft wie vor 2600 Jahren?
Ende des 20.Jahrhunderts sah man schon das Ende von Gold, so befand sich der Preis für eine Unze 1999 bei 252,55 Euro. Doch seither erfährt das gelbe Edelmetall einen noch nie dagewesenen Aufschwung, sodass es zum ersten Mal in der Geschichte im März 2008 die 1000 Dollar/Unze durchbrach und vor wenigen Wochen erst wieder. Die Ursache: Durch die der Finanzkrise geschuldete Dollar-Flut vermuten viele Anleger eine enorme Inflation in den nächsten Monaten. So flüchten sie von traditionellen Formen der Geldanlage in den sicheren Hafen GOLD. Allein Mitte November stieg der Goldpreis um 35 Prozent.
Auch die Ägypter hatten bereits einen faible für Gold. Goldbesitz war einzig den Priestern und Pharaonen vorbehalten. Weil es so wertvoll war und ihm auch umwelteinflüsse nichts anhaben konnten, wurde es häufig als Grabbeigabe mitgegeben, um im Leben nach dem Tod für ein angenehmes Dasein zu sorgen. Auch die Römer schürften dann fleißig nach dem begehrten “aurum” und verfeinerten dabei diverse Techniken des Goldabbaus. Die Bewunderung der Menschheit für das edle Metall schlägt sich noch heute in vielen Märchen nieder, wie dem Rumpelstilzchen oder der Gold- und Pechmarie.
Bis heute hat Gold vor allem deshalb seine Faszination gewahrt, weil es als letzte Sicherheit gilt, wenn alles andere zusammenbricht. Alan Greenspan, ehemaliger Chef der amerikanischen Notenbank postulierte schon 1999 in seinem Aufsatz über “Gold und die wirtschaftliche Freiheit” den berühmten Satz:
Gold ist weltweit immer noch das letztgültige Zahlungsmittel. Papiergeld wird im Extremfall von niemandem akzeptiert. Gold wird immer akzeptiert.
Bis 1915 waren alle wichtigen Währungen, von Deutschland über Frankreich bis Großbritannien mit Gold gedeckt. Durch diesen “Goldstandard” sollte es den Menschen möglich sein, ihre bestimmte Menge an Papiergeld jederzeit gegen Gold eintauschen zu können. Der erste Weltkrieg bedeutete allerdings das Ende für dieses System, da mehr Geld für Waffen und und Rüstung gebraucht wurde als Gold vorhanden war. Von 1934 bis 1974 war US-Bürgern der Goldbesitz verboten.
Das Gleichgewicht der Golddeckung kam allerdings bald ins Wanken: 1960 hatten die USA Schulden im Ausland im Wert von 18,7 Milliarden Dollar, die jedoch nur noch mit Gold im Wert von 17,8 Milliarden gedeckt waren. 1971 waren die US-Goldvorräte 10,2 Milliarden Dollar Wert, im Ausland war man aber mit über 55 Milliarden Dollar verschuldet. Den beinahe-Gold-Bankrott entging man nur dadurch, indem man 1971 von Seiten der Notenbank erklärte, kein Gold mehr für Dollars auszugeben. Kurz darauf brach das System der festen Wechselkurse zusammen. Seit der Abschaffung der Goldbindung kann die Notenbank so viel Geld drucken wie sie will. Die US-Leistungsbilanzdefizite sind seither immens gestiegen.
Durch massive Goldverkäufe versuchte die amerikanische Regierung lange Zeit, den Goldpreis künstlich zu drücken. Ein hoher Goldpreis wurde nämlich als Bedrohung für die eigene Währung gesehen. Tatsächlich war es so, dass das Gold meist stark war, wenn die Währung schwach war – und umgekehrt. Angesichts der derzeitigen Probleme ist derzeitig eine Diskussion um die Wiedereinführung des Goldstandards neu entbrannt. Doch bei den Regierungen ist eine Deckung mit Gold eher unbeliebt, weil sie das Schuldenmachen verhindert. Sinnvoll wäre es allerdings in der Tat, die Geldmenge mit mindestens 25 Prozent Gold zu hinterlegen.
Gold sicher kaufen – aber wo?
Wer Gold als Geldanlage kaufen möchte, der kann günstige Barren und Münzen zu hervorragenden Konditionen im Goldsupermarkt bestellen.


Letzte Kommentare