Viele schrecken angesichts hoher Tilgungsraten und der Aussicht, bis ans Lebensende verschuldet zu sein, davor zurück in ein Eigenheim zu investieren. Hinzu kommt die Ungewissheit vor der Zukunft. Doch ist es wirklich sinnvoller, Monat für Monat dem Vermieter Geld in den Rachen zu werfen, oder sollte man nicht lieber doch in eine eigene Immobilie investieren?
Als erstes sollte man vergleichen, welche Kosten anfallen, wenn man weiterhin zur Miete wohnt oder wenn man eine vergleichbare Wohnung kaufen würde. So findet man einen Einstieg in das Thema und sieht, welche finanziellen Belastungen auf einen zukommen. Anbei ein Beispiel:
Miete: Eine Familie wohnt in einer Wohnung mit 100 Quadratmetern zur Miete. Für einen Vergleich “Wohnen/Miete” wird die Nettokaltmiete (ohne Wasser, Strom etc.) herangezogen. Diese beträgt monatlich rund 700 Euro. Bedenken sollte man, dass die Miete wie alle Lebenshaltungskosten über die Zeit steigt. Nehmen wir jährlich einen Betrag von 1 % an.
Kauf: Der Preis für eine vergleichbare Eigentumswohnung beträgt in unserem Beispiel etwa 180.000 Euro plus 8,5 Prozent Nebenkosten, also 15.300 Euro. Bei 40.000 Euro Eigenkapital ist für den Kauf ein Darlehen über insgesamt 155.300 Euro notwendig. Bei einem Zinssatz von nominal 4,75 Prozent und einer jährlichen Tilgung von zwei Prozent beträgt die monatliche Rate, die für das Darlehen zu zahrlen ist, 873,56 Euro.
Fazit: Lässt man einmal zur Vereinfachung die Instandhaltungskosten, die bei einem Eigenheim anfallen, außen vor, ist bei weitgehender Entschuldung innerhalb von 25 Jahren mit einer “durchlaufenden” Finanzierung der Kauf unter dem Strich günstiger!


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