Qualität ist am Kapitalmarkt derzeit das oberste Gebot. E.on verfügt darüber. Alle drei großen Rating-Agenturen versehen den Energieversorger mit Bonitätsnoten nahe dem Maximalwert. Strom wird nämlich immer gebraucht, in guten wie in schlechten Zeiten. Das Pleiterisiko ist daher bei Energieversorgern gering. Der E.on-Bericht für das dritte Quartal 2008 unterstrich die Unabhängigkeit von der Konjunktur: Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten um 22 Prozent auf 60,5 Milliarden Euro, der bereinigte Gewinn wuchs um sechs Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Mindestens genauso wichtig wie der Gewinn war der hohe Cashflow von 6,2 Milliarden Euro. Denn nur mit dem Geld, das tatsächlich in die Unternehmen fließt, können Schulden bezahlt werden. Trotz der schwierigen Situation am Anleihenmarkt gelang es E.on dank seiner Solidarität fast schon spielend, einen neuen Bond mit einem Kupon von 4,75 Prozent zu platzieren: Die Anleihe mit einer Laufzeit von zwei Jahren in Höhe von einer Milliarde Euro war doppelt überzeichnet. Der Anleihenwert von E.on liegt nur bei knapp unter 100 Prozent.
Monatliches Archiv für: Februar, 2009
Goldminenaktien im Kommen: Förderung wird günstiger
Die Analyten der Bank of Montreal sehen für Goldminenaktien eine rosige Zukunft voraus. Es könne beim Goldpreis zwar eine kurze Korrektur einsetzen, mittelfristig soll die Entwicklung bei den Edelmetallen aber konstant stark bleiben, zumindest bis 2010. BMO rechnet mit einem durchschnittlichen Goldpreis von 863 Dollar für 2009 und 900 Dollar für 2010. Stärker als der Goldpreis machen sich die Abbaukosten bei den Goldminen bemerkbar. Die operativen Kosten dürften im Durchschnitt von 450 Dollar/Unze im Jahr 2008 auf 390 Dollar fallen. Dadurch wird die Gewinnmarge deutlich größer. BMO erhöhte das Kursziel unter anderem von Yamana Gold, dessen Chef Peter Marrone noch für 2009 einen Goldpreis von 1200 Dollar erwartet, von 5,55 auf 7,40. Die Schätzung für Branchenprimus Barrick Gold steigt von 23,70 auf 35,20 Euro, Newcrest Mining von 13,30 auf 19,90. Gold als Geldanlage wird also jetzt wieder äußerst attraktiv.
Bundeswertpapiere als Geldanlage – Sicherheit vom Staat
Neben Gold und Immobilien gelten auch Bundesschatzbriefe (im Volksmund auch “Bundesschätzchen” genannt) als relativ sichere Form der Geldanlage. Derzeit sind sie gefragt wie noch nie. Um die Milliardenpakete, die Abwrackprämien und all die anderen Späße bezahlen zu können, muss der Staat Schulden machen. Was bleibt ihm anderes übrig, als den Bürger anzupumpen? Da ein kompletter Staatsbankrott relativ unwahrscheinlich ist, gilt Deutschland als solider Schuldner. Daher im Folgenden einmal eine kleine Übersicht über die fünf bekanntesten Anlageformen, die der Staat zu bieten hat.
1. Bundesschatzbriefe
Die “Bundesschätzchen” gibt es in zwei verschiedenen Varianten: Typ A mit einer Laufzeit von sechs Jahren, schüttet jährlich die Zinsen aus. Typ B hat eine Laufzeit von sieben Jahren und schüttet sie erst am Ende aus, zusammen mit den Zinseszinsen. Für Typ A entschieden sich 2008 viermal so viele Sparer wie für Typ B. Mindestanlagewert sind jeweils 52 Euro.
Zinssatz: Im ersten Jahr gibt es 1,5 Prozent, die bis auf 3,75 Prozent im letzten Jahr ansteigen. Im Mittelwert aller Sätze ergibt das für den Typ A eine Rendite von 2,43 Prozent pro Jahr und für den Typ B von 2,64. Dafür, dass die Bundesschatzbriefe eine sehr hohe Sicherheit bieten, ein ganz passabler Wert.
Rückgabe: Bereits nach einem Jahr ist eine Rückgabe möglich, unabhängig von der gewählten Laufzeit von sechs oder sieben Jahren. Mit Zinsabzügen wird man dabei nicht bestraft. Die Papiere können nur alle 30 Tage im Wert von je maximal 5000 Euro zurückgeholt werden. Sind spontane Investitionen absehbar, sollte man lieber auf Tagesanleihen zurückgreifen (siehe Punkt 2).
Risiko: Es gibt keine Kursschwankungen, wie etwa bei börsennotierten Wertpapieren. Nach Ablauf der Zeit erhält man das eingesetzte Kapital zuzüglich Zins und Zinseszins zurück.
Kauf/Gebühren: Bundesschatzbriefe können kostenlos bei allen Banken und Sparkassen erworben werden. Dort können die Papiere auch kostenlos in einem “Schuldbuchkonto” verwahrt werden.
Tipp: Wer mit Bundesschatzbriefen spart, wird häufig als langweilig belächelt. Allerdings schnitten diese “Schätzchen” in den letzten 30 Jahren besser ab, als beispielsweise Rentenfonds.
2. Tagesanleihe
Seit Juli 2008 gibt es auch eine Tagesanleihe: Bereits 80.000 Anleger erfreuen sich an dieser neuen Form der Geldanlage. Im Grunde ihres Ursprungs sind sie fast wie ein Tagesgeldkonto und damit sehr flexibel. Der Mindestanlagewert beträgt 50 Euro.
Zinsen: Während es im Oktober noch mehr als vier Prozent gab, sieht es derzeit mit 1,06 Prozent eher mau aus. Dadurch, dass der Zinssatz täglich angepasst wird, kann sich das aber schon bald wieder bessern. Da sich der Zinssatz an Referenzzinssatz “Eonia” orientiert, der in Folge der Krise auf dem Finanzmarkt stark in den Keller gerutscht ist, leidet auch die Tagesanleihe hierunter.
Rückgabe: Guthaben können jederzeit bis zu einer Million Euro pro Tag zurückgeholt werden.
Risiko: Anders als bei Bundesschatzbriefen und Finanzierungsschätzen steht die Verzinsung nicht von vornherein fest. Wie viel Kapital am Ende zur Verfügung steht, weiß man erst hinterher. Verloren gehen kann eingezahltes Geld allerdings nicht.
Kauf/Gebühren: Es fallen beim Kauf keine Gebühren an. Allerdings sind die Tagesanleihen nicht bei Banken und Sparkassen erhältlich, sondern nur direkt bei der Deutschen Finanzagentur. Eine Lagerung der der Tagesanleihe ist bei Banken und Sparkassen derzeit noch nicht möglich.
Tipp: Den aktuellen Zinssatz für Ihre Tagesanleihe finden Sie im Finanzteil Ihrer Tageszeitung oder im Internet unter tagesanleihe.de
3. Finanzierungsschätze
Bei Finanzierungsschätzchen gibt es, wie bei Bundesschatzbriefen zwei verschiedene Typen: Papiere mit ein- und Papiere mit zweijähriger Laufzeit. Hierbei handelt es sich um Diskontpapiere, das heißt: Um am Ende der Laufzeit z.B. 1000 Euro zu erhalten, zahlt man einen niedrigeren Kaufpreis. Dieser Abschlag (Diskont) entspricht dem späteren Zinsertrag. Mindestanlage: 500 Euro.
Zinssatz: Papiere mit einjähriger Laufzeit rentieren derzeit mit 1,25 Prozent, werfen also weniger ab, als Bundesschatzbriefe im ersten Jahr. Das Gleiche gilt auch für Finanzierungsschätze mit zweijähriger Laufzeit. Mit “Bundesschätzchen” fährt man also in jedem Fall besser!
Rückgabe: Eine vorzeitige Rückgabe ist, anders als bei Bundesschatzbriefen, nicht möglich.
Risiko: Kein Risiko.
Kauf/Gebühren: Kostenfrei über die Finanzagentur und bei Banken erhältlich.
Tipp: Oberhalb der Mindestanlage können Sie jeden beliebigen Betrag in Finanzierungsschätze investieren, auch krumme Summen, also etwa 1216,32 Euro. Dies gilt übrigens auch für alle anderen staatlichen Sparangebote.
4. Bundesobligationen
Bundesobligationen werden an der Börse notiert, was bedeutet, dass sich der Kurs aus Angebot und Nachfrage ergibt. Wenn sie einmal ausgegeben wurden, laufen sie fünf Jahre lang und werfen jährlich feste Zinsen ab.
Zinssatz: Obligationen bieten mit 2,49% derzeit mehr als die bereits genannten Anlageformen.
Rückgabe: Möglich, aber nicht unbedingt zu empfehlen. Garantiert wird die am Kauftag gültige Rendite nämlich nur, wenn man das Papier bis Ende der Laufzeit hält! Verkauft man es vorher, geht das nur zum aktuellen Börsenkurs, weshalb man auch Verluste einfahren kann.
Risiko: Nur bei vorzeitigem Verkauf.
Kauf/Gebühren: Bei der Finanzagentur können Obligationen gebührenfrei erworben werden. Am Ende der Laufzeit muss man die Papiere selbst einlösen, was nur bei der Agentur nichts kostet. Banken verlangen dafür allerdings, wie bei Bundesanleihen, Gebühren.
Tipp: Es erscheinen jährlich nur 2 neue Obligations-Serien. Wie es um die Kurse bestellt ist, können Sie unter deutsche-finanzagentur.de einsehen.
5. Bundesanleihe
Wie die bereits erwähnten Obligationen werden auch Bundesanleihen an der Börse notiert und laufen je nach Typ zwischen 10 und 30 Jahren. Wie Obligationen werfen sie feste Zinsen ab.
Zinssatz: Wegen der langen Laufzeit sind die Renditen von Bundesanleihen mit derzeit 3,27% zwar höher als bei allen anderen Staatspapieren, allerdings will sich nicht jeder so lange binden.
Rückgabe: Wie bei den Obligationen besteht hier das Risiko eines Verlustes bei vorzeitigem Verkauf.
Kauf/Gebühren: Gebühr fällt an, da der Verkauf nur über Banken und Sparkassen stattfindet. Die Finanzagentur hat ihre Finger nicht im Spiel. Trotzdem kann man sie dort kostenlos verwahren lassen.
Tipp: Kurse und Renditen von Bundesanleihen verlaufen sich meist in Trends, die sich am besten in Charts darstellen lassen. Eine gute Übersicht findet sich unter boerse-frankfurt.de
Goldmünzen als Geldanlage
Die schweren Turbulenzen an den Finanzmärkten lösen einen beispiellosen Run auf physisches Gold aus. Vor allem bei Anlagemünzen kommt es bei vielen Edelmetallhändlern mittlerweile zu Lieferengpässen. Prägestätten arbeiten rund um die Uhr, um die immense Nachfrage zu befriedigen. Auch wenn Banken, Sparkassen und sogar die Kanzlerin versichert, dass alle Sparguthaben in Deutschland zu 100% sicher sind, die Menschen sind durch die Finanzkrise verunsichert und bangen um ihre Ersparnisse. Viele flüchten sich jetzt in den “sicheren Hafen Gold”. Immer weniger Menschen trauen auch dem “Papiergold”, das nur dann seinen Wert behält, wenn die ausgebende Bank nicht pleite geht. Die Menschen wollen echte Sicherheit, physisches Gold, was sie daheim besitzen. Vor allem Goldmünzen sind jetzt wieder gefragt. Sie sind in unterschiedlichen Stückelungen zu haben und in der Not leicht wieder zu Geld zu machen. Empfehlenswerte Anlagemüzen sind beispielsweise der Krügerrand, der kanadische Maple-Leaf oder der Gold Eagle. Als klassische Anlagemünzen (Bullionmünzen) haben sie durchweg einen Feingehalt von um die 90% und meist mit einem Gewicht von 1, 1/2, 1/4, 1/10 oder 1/20 Unze verfügbar. Da sie meist in hohen Auflagen geprägt werden, sind sie für Sammler zwar weniger interessant, für münzunerfahrene Anleger umso mehr, denn für die geht es letzten Endes nur um Werterhalt bzw. Steigerung und nicht um irgendwelche persönlichen Vorlieben. Der Preis für die Münze richtet sich nach dem aktuellen Goldpreis und beim Kauf muss man ein kleinen Aufschlag bezahlen. Die meisten Goldmünzen sind von der Mehrwertsteuer befreit, solange es sich dabei um reine Anlagemünzen handelt (Vorsicht, gilt nicht für Silber!) Wobei wir bei anderen Materialien wären. Anlagemünzen gibt es auch in Silber, Platin und Palladium. Da Silber erheblich günstiger ist, kann man sich hier je nach Kurs die besten Kombinationen für seine Geldanlage zusammenstellen.
Auf die Frage nach der Menge, die man als Geldanlage in Gold investieren sollte, antwortet Edelmetallspezialist Eugen Weinberg von der Commerzbank:
Zehn Prozent ihres Vermögens sollten Anleger immer in Gold halten, am besten in gut handelbaren Münzen. Gold ist sein Jahren die stabilste Wertanlage neben bonitätsstarken Industrie- und deutschen Staatsanleihen sowie Fest- und Spareinlagen.
Rohstoff-Analysten gehen davon aus, dass der Goldpreis bald wieder die 1000$-Marke kratzen oder sogar übersteigen wird.
Immobilienkredite zum Anfassen – So günstig wie noch nie
Wer sich mit dem Gedanken einer Immobilie als Geldanlage beschäftigt, sollte jetzt zuschlagen. Vorausgesetzt, man hat nicht das nötige Kleingeld auf dem Konto und beabsichtigt eine Fremdfinanzierung. Der Grund: Die Zinsen für einen Immobilienkredit sind derzeit niedrig wie noch nie. Konnte der Bauherr für ein Darlehen über 15 Jahre noch vor 10 Jahren mit einem Zinssatz von acht oder neun Prozent rechnen, so sind diese heute oftmals für vier oder sogar weniger Prozent zu haben. Daher ist es sinnvoll, eine möglichst lange Zinsbindung einzugehen, weil die niedrigen Zinsen über einen langen Zeitraum fix bleiben. Die Bank selbst darf diese nicht erhöhen. Auf der anderen Seite kann der Darlehnsnehmer nach 10 Jahren seinen Vertrag kündigen und sich für ein niedrigeres Zinsniveau entscheiden.


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