Gold – die sicherste Form der Geldanlage

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Gerade in Krisenzeiten kommt das gelbe Edelmetall wieder richtig in Schwung. Händler können sich vor Anfragen kaum retten. Investiert wird in alles, was aus Gold ist: Barren, Münzen, Minen und sogar Schmuck. Doch als Anleger muss man nicht zwangsläufig auf physisches Gold setzen, wenn man auf Transporkosten, Versicherung und Lagerung gerne verzichten möchte. ETFs oder ETCs, das ist hier die Frage!

Gold als Geldanlage: Anleger profitieren mit diesen Zertifikaten von den Vorteilen physischen Goldes und schalten dabei einige Nachteile aus. Die größtmögliche Sicherheit hat man mit jenen Zertifikaten, die nicht nur den Kursverlauf abbilden, sondern mit physischem Gold hinterlegt sind. Drei dieser Exchange Traded Commodities gibt es derzeit im Xetra-Handel an der Börse. Die Unterschiede:

Xetra-Gold: Hier kann schon ab einer Menge von einem Gramm Gold erworben werden. Wahrscheinlich aus diesem Grund ist deshalb der Xetra-Gold der derzeit gefragteste Rohstoff- ETC an der Frankfurter Börse, das Gesamtvermögen beträgt mehr als 18 Tonnen Gold. Bei der Konzeption des Papiers hatte die Sicherheit für den Anleger die höchste Priorität. En detail handelt es sich hierbei um eine Inhaberschuldverschreibung der Emittentin Deutsche Börse Commodities GmbH. Diese Schuldverschreibung ist jedoch stehts zu 95% mit physischem Gold hinterlegt. Käufer von Xetra-Gold erwerben die in den Schuldverschreibungen verbrieften Ansprüche auf die Lieferung von Gold an ihre Hausbank und haben weder ein Eigentums- noch ein Sicherungsrecht am zur Deckung hinterlegten physischen Goldbestand. Sollte der Emittent Konkurs anmelden, könnten einem theoretisch als Besitzer von ETCs Einbußen drohen. Verwahrt wird das Gold im Frankfurter Tresor der Börsentochter Clearstream. Einige Anleger haben aus Sicherheitsgründen ihr Gold ausliefern lassen, was sich allerdings nur bei großen Mengen lohnt. So kosten Transport und Versicherung eines Kilos etwa 175 Euro, was fast ein Prozent des Warenwertes ausmacht.

Gold Bullion: Etwa den doppelten Preis dürfen Gold Bullion ETC-Besitzer berappen, wenn sie ihr Gold ausliefern lassen wollen. Dennoch könnte der ETC für so manchen deutschen Anleger interessant sein. Die in Dollar notierten Anteile werden nämlich nicht nur an Xetra, sondern auch in London, Paris und Mailand gehandelt. Gelagert wird das Gold in den Londoner Tresoren der HSBC-Bank. Auch hier haben die ETC- Anleger kein Eigentumsrecht am Gold. Dafür verpflichtet sich der Emittent, alle ausgegebenen Anteile mit physischem Gold, und zwar ausschließlich mit zertifizierten Buillion-Barren,  zu hinterlegen.

Physical Gold Fund: Ende Oktober 2008 startete in der Schweiz der Julius Bär Physical Gold Fund, ein in Dollar denominierter Goldfonds, dessen Anteile fortlaufend an der Börse SWX gehandelt werden. A-Klassen-Käufer können das Gold aus dem Züricher Julius-Bär-Tresor an ihre Depotbank oder an einen Ort ihrer Wahl innerhalb der Schweiz liefern lassen. Goldverleih ist auch hier ausgeschlossen, sodass die Sicherheit gewährleistet ist.

ZKB Gold ETF: Der ZKB Gold ETF ist ebenfalls als Fonds konstruiert, leider jedoch nicht in Deutschland zum öffentlichen Vertrieb zu gelassen. Er notiert in Schweizer Franken und wird ebenfalls an der SWX gehandelt. Pro Fondsanteil ist allerdings eine Stückelung von 100 Gramm vonnöten. Die Sachauszahlung ist auf Standardbarren zu 400 Unzen beschränkt und kostet den Anteilseigner 1,2 Prozent des Wertes.

Fazit: Wer eine Goldallergie hat oder aus anderen Gründen (z.B. kleiner Geldbeutel) auf den Kauf physischen Goldes verzichten will, dem sei Xetra-Gold empfohlen. Wer sich auf internationalem Parkett sicher bewegt und mehr Geld zur Verfügung hat, der kann sich auch mit den anderen Anlageformen beschäftigen. Alle Zertifikate bieten zwar eine relativ hohe Sicherheit, zu 100% kann sie allerdings nie gewährleistet werden. Wer auf Sicherheit setzt, der kommt nicht umhin und muss physisches Gold kaufen und in einem Tresor oder bei sich daheim einlagern.

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Januar 29, 2009
Posted in Geldanlage — sachwertanlage @ 11:40 am

Immobilienkauf – der Staat hilft mit

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Nachdem die Eigenheimzulage 2005 gestrichen wurde, gibt es nun seit Juli 2008 ein neues Schmankerl vom Staat, um Häuslebauern den Traum vom Eigenheim zu versüßen: Wohn-Riester. Spezielle Riester-Verträge gibt es bereits seit November 2008. Um die Wohn-Riester in Anspruch nehmen zu können, müssen allerdings einige Bedingungen erfüllt sein:

  • Die Immobilie muss sich in Deutschland befinden
  • Sie muss nach dem 31.12.2007 gekauft oder gebaut worden sein
  • Der Riester-Sparer muss selbst darin wohnen
  • Er muss das Baudarlehen bis zum 68. Lebensjahr zurückzahlen

Diese neue Unterstützung des Staates gibt es für Bausparverträge, die Baufinazierung und für ein Kombimodell aus Bausparvertrag und tilgungsfreiem Darlehen.

Ein Rechen-Beispiel: Familie Müller hat 2 Kinder, beide vor 2008 geboren. Sie nutzen 524 Euro Riester-Zulage pro Jahr, um ihr Darlehen von 150.000 Euro zurückzuzahlen. Bei einem effektiven Zinssatz von 5,37% und zwei Prozent Tilgungsquote liegt die Zinsersparnis bei 11.132,81 €. Die Laufzeit des Darlehens verkürzt sich um 25 Monate. Steuern werden erst mit der Rente fällig.

Es lohnt sich also in jedem Fall, Wohn-Riester zu beantragen.

Januar 28, 2009
Posted in Immobilien — sachwertanlage @ 11:56 am

Immobilien als Geldanlage: Wenn nicht jetzt – wann dann?

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Gesunkene Hypothekenzinsen und stagnierende Hauspreise machen den Kauf eines Eigenheims derzeit besonders leicht. Warum also nicht das Sparbuch durch ein Grundbuch ersetzen? Die derzeitige Krisensituation macht Immobilien als Geldanlage wieder attraktiv.

Den Traum vom Eigenheim können Bauherren derzeit auch sogar ohne staatliche Hilfe extrem günstig finanzieren. So bietet die BB-Bank beispielsweise ein zehnjähriges Baugeld mit einem Zinssatz von 3,96 Prozent an. So tief war er noch nie! Die Effektivzinsen für zehnjährge Hypotheken kommen von 8,21 Prozent im Jahre 1994. Nach der Halbierung beträgt die monatliche Zins- und Tilgungsbelastung (Annuität) eines 100.000 Euro-Darlehns jetzt nur noch 382,50 Euro.

Lohnt es sich also, Baugeld aufzunehmen statt weiterhin für Miete zu bezahlen?

Im Durchschnitt zahlt der Bürger laut Statistischem Bundesamt rund 6,31 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter, was auf 100 m² umgerechnet 631 Euro (kalt) ergibt. Bezogen auf ihr Haushaltsnettoeinkommen, wenden Mieter im Schnitt 23% für die Miete auf. Im Übrigen: Mittlerweile sind Einfamillienhäuser mit einem Durchschnittspreis von 215.000 Euro weitaus günstiger als in vielen Teilen Europas:

Luxemburg: 467.000

Niederlande: 307.000

Frankreich: 282.000

Irland: 268.000

Dänemark: 253.000

Großbritannien: 247.000

Deutschland: 215.000

Quelle: LBS research

Es ist also durchaus für viele lohnenswert, statt das Geld dem Vermieter zu schenken, ein eigenes Immobilienvermögen aufzubauen. Selbst lange Zinsbindungsfristen müssen nicht zwangsläufig den Geldbeutel stark belasten. Für fünfjährige Laufzeiten gibt es derzeit günstige Angebote mit einer Drei vor dem Komma. Laufzeiten für um die 15 – 20 Jahre, gibt es meist für eine 4 vor dem Komma. Sie versprechen dem Schuldner eine eine besonders lange Kalkulationssicherheit. So bleibt er immun gegen eine Zinsumkehr, die wohl unausweichlich bleibt, wenn die milliardenschweren Rettungspakete erneut eine gewaltige Inflation entfachen. Die Folge wären steigende Leit- und Kapitalmarktzinsen. Wer zu diesem Zeitpunkt eine Immobilie sein eigen nennt, darf sich in jedem Fall zu den Gewinnern zählen. Denn während seine Monatsbelastung konstant bleibt, wird man sich in der Nachbarschaft über über steigende Mieten “freuen”. Des Weiteren entwertet die Inflation die Hypothekenschuld automatisch. Eine Hypothek über 100.000 Euro dezimierte sich ohne irgendeine Tilgungsleistung in den letzten Jahren rein rechnerisch auf 80.000 Euro.

Um möglichst effektiv vom Eigenheim zu profitieren, empfiehlt es sich, eine recht hohe Tilgungsrate zu wählen. Wie der Baugeldvermittler Interhyp vorrechnet, kann  man ein Haus bereits nach 25 Jahren entschuldet haben, wenn man eine Anfangstilgung von 2,1 Prozent wählt.  Noch schneller geht es mit 4,7 Prozent, dann darf man sich nämlich schon nach 15 Jahren über ein schuldenfreies Eigenheim freuen. Allerdings ist bei dieser Rate mit einer monatlichen Annuität von 760,83 zu rechnen. Obwohl dieser Tilgungsturbo monatlich eine Mehrbelastung von 193 Euro mitbringt, reduziert sich die gesamte Zinsbelastung von 70.019 auf 36.964 Euro.

Es lohnt sich also in jedem Fall, sich nicht gleich dem erstbesten Anbieter an den Hals zu werfen, sondern einen mit möglichst niedrigem Zinssatz auszuwählen und im Vorfeld Kredite zu vergleichen. Verschiedene Online-Plattformen bieten hier die entsprechenden Möglichkeiten, sich einen Überblick zu verschaffen.

Doch nicht nur durch die niedrigen Schuldzinsen wird eine Investition in Immobilien reizvoll, sondern auch durch die Enttäuschung mit anderen Anlageformen. Am Aktienmarkt sieht es derzeit wieder einmal nicht gut aus. Robert Haselsteiner, Vorstand der Interhyp AG sagt:

Der Kauf einer Immobilie zur Eigennutzung scheint gerade in diesen Zeiten die beste und sicherste Anlage des Eigenkapitals zu sein und dazu noch die langfristig attraktivste Altersvorsorge.

Auch der Staat hilft derzeit kräftig mit, um einem den Wunsch vom Eigenheim zu realisieren: So verteilt die KfW im Rahmen eines Programms (Ökologisch bauen) Kredite ab 2,75 Prozent Effektivzins. Darauf zugreifen dürfen Bauherren von Passiv- und Energiesparhäusern. Na, wenn das mal kein attraktives Angebot ist!

Januar 26, 2009
Posted in Immobilien — sachwertanlage @ 10:21 am

Wird der Goldpreis manipuliert?

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Viele Anleger fragen sich, wieso Gold mittlerweile nicht eigentlich viel teurer ist, als das Kitco-Chart es anzeigt. Im März kratzte er ein paar Tage lang die magische 1000$-Marke, bis er kurz darauf wieder abschmierte. Warum? Ist der hohe Goldpreis der Notenbank ein Dorn im Auge? Die Begründung ist recht einfach:

Ein steigender Goldpreis steht für eine bevorstehende Inflation und suggeriert den Menschen, dass normales Geld immer weniger wert wird (stimmt ja auch!). Durch die Inflationsangst ist allerdings die Stabilität der Währung gefährdet.  Hierbei wirkt vor allem die magische Marke von 1000$ wie ein Schlag mit dem Hammer, den es unter allen Umständen zu vermeiden gilt. Die Bevölkerung könnte ja denken, dass eine Krise bevorsteht.

Außedem resultieren aus einem sinkenden Goldpreis auch fallende Zinsen, festverzinsliche Anlagen werden somit für Anleger wieder attraktiver. Zu guter Letzt profitiert auch der US-Dollar von einem sinkenden Goldpreis, weil für ausländische Notenbanken der Dollar immer noch Reservewährung Nummer eins ist.

Die Fed könnte also beim Goldpreis durchaus ihre Finger im Spiel haben, vor allem wenn man ihn vor dem Hintergrund der derzeitigen Nachfrage berücksichtigt.  Ebay & Co werden sich jedenfalls freuen.

Januar 23, 2009
Posted in Geldanlage — sachwertanlage @ 1:08 pm

Goldpreis: Wechselkurs beachten!

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Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab: Der Dax ist mal wieder im Keller und ein großer Speicherchip-Produzent (Quimonda) hat Konkurs angemeldet. Für Gold als Krisenwährung sind das allerdings eher gute Nachrichten: Erfahrungsgemäß legt in solchen Zeiten der Goldpreis wieder zu. Anleger aus Deutschland sollten sich jedoch bewusst sein, dass der Goldpreis stets eng mit dem Dollar verbunden ist und folglich auch immer den Wechselkurs Euro/Dollar im Blick behalten.


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So notierte die Feinunze Gold (31,1 Gramm) zu Jahresbeginn 2009 bei 869,75 und vor fünf Jahren bei 416,25 US-Dollar, womit der Goldpreis um 109 Prozent zugelegt und sich im Grunde somit mehr als verdoppelt hat. Doch in dem gleichen Zeitraum hat die US-Währung gegenüber dem Euro um ca. 10,4% nachgegeben. Demnach hat der Goldpreis währungsbereinigt in dem halben Jahrzehnt lediglich von etwa 331,41 auf 620,45 Euro zugelegt, was einer Performance von „nur“ etwa 87,2% entspricht.

Immer noch nicht schlecht, auf den Wechselkurs sollte man jedoch immer ein Auge werfen.


Posted in Geldanlage — sachwertanlage @ 11:34 am
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